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10 einfache Wege zur Senkung der Energiekosten von Unternehmen

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Wahrscheinlich verschwenden Sie nicht viele Gedanken an Ihre monatliche Stromrechnung. Denken Sie aber dann doch einmal dran, dann als laufende Kosten, die ein Unternehmen nun einmal tragen muss. Dabei gibt es auch hier Möglichkeiten zur Kostensenkung. In jedem Bürogebäude gibt es Räume, die eigentlich kaum jemand nutzt. Wenn Sie nur kurz an Ihre Energiekosten für diese Räume denken, interessiert Sie bestimmt, wie Sie die Stromkosten in Ihrem Unternehmen senken können.

Tatsache ist, dass Sie je nach Größe Ihres Unternehmens und seiner Betriebsstätten die Stromkosten jeden Monat um fünfstellige Beträge senken können, indem Sie die Energieeffizienz Ihrer Büros mit ein paar einfachen Maßnahmen verbessern. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit konkreten Tipps und einfachen Änderungen, die sich zu kurzfristigen und langfristigen Energieeinsparungen summieren können.

  1. Führen Sie ein Energieaudit durch
    Nichts verursacht so viel Aufregung in einem Unternehmen wie das Wort „Audit“. Vielleicht hört es sich zunächst nach keiner guten Idee an. Aber was die Energiekosten und den Stromverbrauch Ihres Unternehmens betrifft, ist es das eben doch. Der Bericht eines qualifizierten Energie-Auditors kann aufzeigen, wo Ihr Geld jeden Monat hingeht, sowie wie Sie die Energieeffizienz erhöhen und die Stromrechnung senken können.

  2. Schalten Sie Beleuchtung und Geräte aus, wenn sie nicht verwendet werden
    Diese Maßnahme hört sich selbstverständlich an. Aber Sie werden überrascht sein, wie viel Energie Computer, Bildschirme, Drucker und sonstige Geräte verbrauchen, die unbenutzt, aber eingeschaltet herumstehen. Indem Sie dafür sorgen, dass Sie nachts im „Stand-by-Modus“ oder komplett ausgeschaltet sind, zahlen Sie nicht für Strom, den Sie nicht einmal nutzen. Erteilen Sie jemandem die allabendliche Aufgabe, auf einem schnellen Rundgang durch das Büro den AUS-Schalter aller ungenutzten Geräte zu betätigen. Gleiches gilt für Geräte in Pausenräumen wie Mikrowellen, Kaffeemaschinen, Radios und Fernseher. Tipp: Schließen Sie all diese Energiefresser an eine einzige Steckdosenleiste an, damit Sie sie beim Verlassen des Büros mit einem Handgriff gleichzeitig ausschalten können.
     
  3. Nutzen Sie so oft wie möglich natürliches Sonnenlicht
    Lassen Sie die Sonne herein! Ziehen Sie die Jalousien in Arbeitsräumen hoch, um das Tageslicht optimal zu nutzen. Auch Dachfenster oder andere natürliche Lichtquellen können tagsüber Ihren Bedarf an elektrischem Licht reduzieren. Weiter lohnt sich ein Blick darauf, ob es in Ihrem Büro Bereiche gibt, die zu stark beleuchtet sind. Dann können z. B. überflüssige Lichtquellen entfernt werden.
     
  4. Verwenden Sie langlebige Kompaktleuchtstoff- oder LED-Lampen
    Dies ist eine Maßnahme, mit der Sie nur wenig einsparen können – das aber an vielen Stellen, was unter dem Strich wiederum eine spürbare Entlastung ergibt. Wenn Sie eine einzige 60-Watt-Glühbirne, die jeden Tag 10 Stunden brennt, durch ein energieeffizientes 18-Watt-Leuchtmittel ersetzen, kann Ihr Unternehmen auf einfache Weise jeden Monat 1 EUR oder mehr sparen. Rechnen Sie das auf das gesamte Jahr hoch – und multiplizieren Sie es mit den Hunderten (wenn nicht gar Tausenden) von Glühbirnen in Ihrem Unternehmen –, und schon sprechen wir über deutliche Einsparungen. Energieeffiziente Leuchtmittel sind nicht nur eine intelligente Antwort auf die Frage nach einer kurzfristigen Senkung der Stromrechnung, sondern dank ihrer längeren Lebensdauer helfen sie Ihnen auch dabei, längerfristig zu sparen. LED-Birnen mit dem Energy Star verbrauchen nicht nur mindestens 75 % weniger Strom, sie halten auch bis zu 50-mal länger als eine durchschnittliche Glühlampe – nämlich bis zu 20 Jahre.
     
  5. Verwenden Sie an Ihre Bedürfnisse angepasste Bewegungssensoren und Zeitschaltuhren
    Ob Sie es glauben oder nicht: 18 bis 40 % des Stromverbrauchs in Geschäftsräumen gehen auf das Konto der Beleuchtung. Wenn Sie also der Frage, wann, wo und wie Sie in Ihren Gebäuden Licht verwenden, nur ein wenig auf den Grund gehen, kann sich das zu enormen Einsparungen summieren. Ziehen Sie den Einbau von Bewegungssensoren in Fluren, Aufenthaltsräumen und sonstigen Räumen in Betracht, in denen die Beleuchtung nicht immer eingeschaltet sein muss. Auch Zeitschaltuhren mit automatischen Dimmern, die die Beleuchtungsstärke messen und sie an die tatsächlichen Anforderungen anpassen, können zu Einsparungen beitragen.
     
  6. Installieren Sie programmierbare Thermostate und setzen Sie sie durchdacht ein
    Mit einem programmierbaren Thermostat können Sie die Temperatur in Arbeitsräumen automatisch anpassen, wenn sich niemand dort über längere Zeit aufhält (z. B. nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen). Programmieren Sie die Anlage so, dass die Klimaanlage oder Heizung 30 Minuten vor Eintreffen der Mitarbeiter eingeschaltet und 30 bis 60 Minuten, bevor sie den Arbeitsplatz verlassen, ausgeschaltet wird. In den wärmeren Monaten ist es ratsam, Thermostate während der Geschäftszeiten nie unter 25 Grad einzustellen, um den Energieverbrauch einzudämmen. Und während der kälteren Jahreszeit sollten Sie Thermostate nicht auf mehr als 20 Grad einstellen.
     
  7. Halten Sie die Wärme mit Fensterblenden, -folien und Zugluftdichtungen drinnen (oder draußen)
    Vielleicht sind Sie der Ansicht, dass eine sanfte Brise vom Fenster Ihres Konferenzraums kein großes Problem sei. Doch tatsächlich werfen Sie damit wortwörtlich Geld und Energie „zum Fenster hinaus“. Dabei lässt sich leicht etwas dagegen tun. Isolieren Sie Fenster und Türen mit Zugluftdichtungen oder Schaumstoffbändern, um Energie zu sparen. Luftzug ist jedoch nicht der einzige Grund, aus dem Sie bei Fenstern Strom und Geld verschwenden können. Durch Fenster gelangen Licht und Wärme der Sonne hinein, wodurch die Klimatisierung der Büroräume in warmen Klimaperioden teurer sein kann. Glücklicherweise gibt es verschiedene Methoden wie Sonnenschutz-Fensterblenden, Sonnensegel und hochreflektierende Fensterfolien, mit denen Sie die Aufheizung der Räume durch Fenster eindämmen und die Energieeffizienz erhöhen können.
     
  8. Kaufen Sie energieeffiziente Büroausrüstung
    Computer, Bildschirme, Drucker, Faxgeräte, Scanner und Kopierer mit ENERGY STAR-Label sind viel effizienter im Betrieb und schalten sich automatisch ab, wenn sie längere Zeit nicht benutzt werden. Das kann dazu beitragen, den Stromverbrauch dieser Stromfresser um 50 % (oder mehr) zu senken. Und wenn Ihre alte Heizung oder Klimaanlage nicht mehr mit maximaler Effizienz arbeitet, könnte sie unnötig Strom verbrauchen, wodurch Ihre Ausgaben ebenfalls ansteigen. Ersetzen Sie alte Heizungen und Klimageräte durch energieeffizientere Modelle.

  9. Ziehen Sie für die Stromversorgung alternative und erneuerbare Energiequellen in Betracht
    Der Einsatz kommerziell genutzter erneuerbarer Energiequellen wie Solartechnik zur Stromversorgung Ihres ganzen (oder von Teilen Ihres) Unternehmens kann mittelfristig zur Senkung Ihrer Energiekosten beitragen. Damit erzeugen Sie zudem Strom, der frei von schädlichen CO2-Emissionen und sonstigen Treibhausgasen ist. Aufgrund von verschiedenen Faktoren war der Zeitpunkt nie günstiger, um zur Deckung des Energiebedarfs Ihres Unternehmens in Solartechnik (oder andere saubere Energiequellen) zu investieren und langfristig die Ausgaben zu senken. Die Anschaffung eines handelsüblichen Solarstromspeichers kann ebenfalls dazu beitragen.

  10. Sorgen Sie für einen reibungslosen Betrieb Ihrer HLK-Anlagen
    Wechseln Sie regelmäßig die Filter von HLK-Geräten, und lassen Sie die Geräte entsprechend den Empfehlungen des Herstellers warten und reinigen. Achten Sie darauf, dass Lüftungsöffnungen nicht von Möbeln oder Papier verdeckt werden.

Wahrscheinlich hätten Sie vor 20 Jahren noch viele verständnislose Blicke geerntet, wenn Sie Unternehmer gefragt hätten: „Was ist Energieeffizienz und wie wirkt sie sich auf Ihren Geschäftsgewinn aus?“ Seitdem ist viel passiert. Und vielleicht glauben Sie ja, dass Ihr Unternehmen schon genug in diese Richtung unternimmt – aber bei der Erhöhung der Energieeffizienz und der Senkung der Stromrechnung gibt es immer „Luft nach oben“. Indem Sie sich informieren, wie Sie die Energiekosten Ihres Unternehmens in den Büroräumen reduzieren und mit erneuerbaren Energiequellen selbst mehr Strom erzeugen können, bringen Sie Ihr Unternehmen in eine viel bessere Ausgangsposition, um im Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.